Häufige Fragen und Antworten

Kann ich während der Operation aufwachen?

Während der Operation überprüft das Anästhesieteam dauernd klinisch und mit Hilfe hochmoderner Geräte ihre Organfunktionen sowie die Narkosetiefe. Die Tiefe Ihrer Betäubung ist sehr genau feststellbar und kann sofort und sicher reguliert werden. So brauchen Sie also keine Angst davor zu haben, dass Sie während einer Operation aufwachen.

Ist eine Anästhesie gefährlich?

Dank fundierter Ausbildung und langjähriger Erfahrung des ganzen Anästhesieteams sowie modernen Technik und hochentwickelten Medikamenten ist die Anästhesie so sicher und komfortabel wie nie zuvor. Für gesunde Personen ist das Risiko einer Anästhesie sehr klein. Selbst bei sehr schwierigen Operationen und bei Patienten mit lebensbedrohlichen Erkrankungen, bei welchen bedrohliche Komplikationen möglich sind, ist das Anästhesieteam der Hirslandenklinik Beau-Site personell und materiell bestens ausgerüstet um auch schwierigsten Situationen  zu begegnen.

Warum darf ich vor der Operation nichts essen und nichts trinken

Durch die Narkose werden auch die lebenswichtigen Reflexe, wie Schluckreflex oder Hustreflex, unterdrückt. Falls während der Operation Mageninhalt in den Rachen gelangte, würde er eingeatmet und könnte eine schlimme Lungenentzündung (Pneunomie) hervorrufen. Die Nüchternheit vor der Operation ist also eine Sicherheitsvorkehrung. Befolgen Sie zu Ihrem eigen Schutz die Anweisungen bezüglich Essen und Trinken!

Welche Risiken birgt eine Anästhesie?

Eine häufige Folge sind Übelkeit und Erbrechen. Im Falle eines Erbrechens während der Anästhesie kann es zu einer Lungenentzündung und Lungenversagen kommen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie nüchtern zur Operation kommen.

Im Bereich der Einstichstelle für das Narkosemittel können Blutergüsse sowie Gefühlsstörungen auftreten.

So wie alle anderen Medikamente können auch Anästhetika allergische Reaktionen (vom banalen Hautausschlag bis zum schwerwiegenden Schock) hervorrufen.

Durch den zur Beatmung eingeführten Tubus kann es zu Hals- und Schluckbeschwerden kommen. Ausserdem können durch das Einführen Zahnschäden entstehen. Insbesondere wenn einzelne Zähne bereits locker sind.

Selbst bei sorgfältigster Lagerung während der Operation können insbesondere bei Patienten mit Risikofaktoren wie z.B. Diabetes, lange Operationen, notwendige Abkühlung während der Operation  Nervenschäden vor allem im Bereich der Arme und Beine auftreten.

Insbesondere durch Spinal- und Periduralanästhesien kann es zu starken Kopf- und Rückenschmerzen kommen.

Die Lagerung, Veränderungen im Gerinnungssystem und Blutstau können Embolien und Thrombosen auslösen

Schwerwiegende Komplikationen sind glücklicherweise sehr selten.

Besprechen Sie die Frage der Risiken und möglicher Komplikationen mit Ihrem Anästhesiearzt. Er wird auf jeden Fall vor der Anästhesie mit Ihnen sprechen.